Teilhabe Nürnberg

Kosten für Mittagessen in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), einer Förderstätte oder in einer Tagesstruktur für Erwachsene nach dem Erwerbsleben (T-ENE) ab 2020

(Erklärungen in einfacher Sprache)

Was muss ich tun, um nächstes Jahr weiterhin in meiner Werkstatt oder meiner Förderstätte oder der T-ENE Mittagessen zu können?

  1. Ich muss überlegen:
    Will ich weiterhin in der Werkstatt oder Förderstätte oder T-ENE  Mittagessen? Ja oder Nein

Wenn Nein: ich kann nächstes Jahr nicht mehr dort zu Mittag essen.

Wenn Ja: Will ich an jeden Tag, den ich dort bin, am Mittagessen teilnehmen? Ja oder Nein

Wenn Ja: Ich frage in der WfbM oder Förderstätte oder T-ENE nach der Zahl meiner (Arbeits-) Tage pro Woche. Das können 1 bis 5 sein. Diese Zahl muss ich mir aufschreiben.

Wenn Nein: An welchen Tagen will ich am Mittagessen teilnehmen? Ich zähle die Tage pro Woche, an denen ich dort essen will. Das können 1 bis 4 sein. Diese Zahl schreibe ich mir auf.

  1. Was muss ich als nächstes tun?

Ich muss einen Antrag stellen, damit ich für das Mittagessen Geld bekomme.
Dieser Antrag heißt:  Antrag auf Mehrbedarf für gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in der teilstationären Einrichtung
Ich habe einen Betreuer: Ja oder Nein

Wenn Ja: Mein Betreuer stellt den Antrag für mich. Ich sage ihm die Zahl, die ich mir aufgeschrieben habe.

Wenn nein: ich muss überlegen, woher ich mein Geld bekomme.

Bekomme ich mein Geld vom Bezirk Mittelfranken? Ja oder Nein

Wenn Ja: ich muss beim Bezirk keinen neuen Antrag stellen. Aber ich muss dem Bezirk die Zahl sagen, die ich mir aufgeschrieben habe.

Wenn Nein: Bekomme ich Grundsicherung? Das heißt bekomme ich mein Geld vom Sozialamt (der Stadt oder dem Landkreis)?  Ja oder Nein

 

Wenn Ja: Ich muss beim Sozialamt den Antrag stellen. Und auch die Zahl der Tage sagen.

Wenn Nein: Ich bekomme nur meine Rente. Dann muss ich mein Mittagessen selbst zahlen. Mein Mittagessen kostet 3,40 € pro Essen.

 

  1. Wie geht es weiter?

Ich bekomme einen Brief vom Amt. Darin steht: Der Mehrbedarf ist bewilligt. Das bedeutet: Das Mittagessen wird gezahlt.
Das Geld für das Mittagessen kommt auf mein Konto. Meine Werkstatt oder Förderstätte oder T-ENE sagt mir wieviel ich pro Monat zahlen muss.
Ich richte bei der Bank einen Dauerauftrag dafür ein.

 

Weitere Fragen zum Mittagessen:

  1. Ich habe noch einen alten Dauerauftrag wegen eines Kostenbeitrages für das Mittagessen. Was muss ich tun?
    Den alten Dauerauftrag muss ich zum 31.12.2019 löschen lassen.

 

  1. Was muss ich tun wenn ich 2020 länger als 2 Wochen auf Kur oder Reha oder im Krankenhaus sein werde?
    Es kommt darauf an, woher ich mein Geld bekomme. Dort muss ich Bescheid geben, dass ich länger als zwei Wochen nicht in der Werkstatt oder Förderstätte oder T-ENE bin.

 

  1. Muss ich jemanden Bescheid geben, wenn ich im Urlaub bin?
    Nein. Urlaubstage sind schon berücksichtigt bei der monatlichen Pauschale für das Mittagessen.

 

  1. Ich will regelmäßig weniger oft oder mehr am Mittagessen teilnehmen. Muss ich Bescheid geben?
    Ja. Die Anzahl der Tage pro Woche ist wichtig.

 Noch Fragen?

Bitte fragen Sie bei der jeweiligen WfbM, der Förderstätte oder T-ENE nach.
Sie können auch gerne bei der Beratungsstelle „Teilhabe für Alle“ kostenlos nachfragen.
Bitte rufen Sie an oder schreiben Sie uns.

Verfasser: Heidi Pedain, EUTB-Beraterin

 

Quellen:

  1. Rundschreiben Bezirk Mittelfranken „Änderungen in teilstationären Leistungen ab 01.01.2020 (vom 07.10.2019)
  2. Rundschreiben des BMAS: Mehrbedarf bei gemeinschaftlicher Mittagsverpflegung in WfbM und in vergleichbaren tagesstrukturierenden Angeboten nach §42b Absatz 2 SGB XII (vom 28.10.2019)
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